Hans Neger

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Person
Hans Neger
Vorname
Hans
Nachname
Neger
Geschlecht
männlich
Abw. Namen
Pippl, Bibbel, Kongo
Geburtsdatum
1. Oktober 1902
Geburtsort
Fürth
Todesdatum
23. Juli 1975
Beruf
Fußballspieler, Fußballtorwart
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Hans „Pippl“ Neger, auch „Kongo“ gerufen, (geb. 1. Oktober 1902 in Fürth; gest. 23. Juli 1975) war ein Fußballspieler. Der ruhige Torhüter spielte von 1925 bis 1935 für die SpVgg Fürth.

Karriere

Neger spielte von 1921 bis 1924 beim MTV Fürth bereits als Torhüter. Er spielte dort in der regional erstklassigen Kreisliga Nordbayern bzw. in der Saison 1923/24 in der Bezirksliga Bayern, ab März 1924 für den VfR Fürth, der sich aus der Fußballabteilung des MTV Fürth verselbständigt hatte. Zur Saison 1925/26 wurde er von der SpVgg Fürth verpflichtet. Mit ihr gewann er fünf regionale Meisterschaften und viermal den Süddeutschen Pokal. Sein größter Erfolg jedoch war der Gewinn der Deutschen Meisterschaft in der Saison 1928/29. Im Finale am 28. Juli 1929 stand er in Nürnberg beim 3:2-Sieg über Hertha BSC im Tor. In der Folgesaison kam er nochmals im Achtel- und Viertelfinale zum Einsatz. Bis zum Ende der Saison 1934/35 hütete er das Tor der SpVgg. Insgesamt kam Neger auf 202 Fürth-Einsätze.[1]

Hans Neger spielte auch danach noch, zum Beispiel in Kriegszeiten als Soldat der Wehrmacht bei der Sportgemeinschaft Ostbahn Stryj in der Liga des Distrikts Galizien. Ab 1950 betätigte sich der frühere Torwart noch als Schieds- und Linienrichter auf Oberliganiveau.

Persönliches

Hans „Pippl“ Neger war aktives Mitglied der Großen Carnevalsgesellschaft „Fürther Kleeblatt“ 1912 e. V. (cfk) und dort zuletzt Ehrenmitglied sowie Ehrenpräsident.

Literatur

Lokalberichterstattung

  • 4. Januar 1932 - Nordbayerische Zeitung: Zum Auftakt zur Süddeutschen Meisterschaft im Fußball gewann die SpVgg am Sonntag im Ronhof vor 3000 Zuschauern gegen den VfB Stuttgart mit 3:0. Fürth spielte damals mit Neger; Appis, Hagen; Leupold, Leinberger, Krauß; Full, Franz, Hecht, Frank und Kießling.[2]
  • 14. Januar 1935 - Nordbayerische Zeitung: Bei ihrem ersten Spiel des Jahres in der Gauliga Bayern kam die SpVgg bei ihrem Auswärtsspiel bei Jahn Regensburg zu einem 3:1-Erfolg. Damit führte man die aktuelle Tabelle mit fünf Punkten Vorsprung an. Alle drei Tore für Fürth erzielte Becher. Zum Beginn des Jahres spielte die SpVgg mit Neger; Zeis, Schwendter; Hecht, Krauß I, Krauß II; Wolf, Emmert, Becher, Leupold II und Frank.[3]
  • 10. Oktober 1970 - Fürther Nachrichten: Neue Variante im Bilderbogen der Fürther „Kärwa“: Der Bayerische Rundfunk, Studio Nürnberg, lud im „Grünen Baum“ zum „Kärwastammtisch“. OB Scherzer, Pfarrer Wilhelm Bogner, Heimatdichter Ernst Kiesel, Archivdirektor i.R. Adolf Schwammberger und Kirchweihgänger Hans Neger standen Moderator Herbert Lehnert Rede und Antwort.[4]
  • 18. Oktober 1972 - Fürther Nachrichten: Der Torwart aus der letzten Kleeblatt-Meistermannschaft wurde 70. Der Neger`s „Pippl“ feierte den runden Geburtstag in seiner Wohnung in der Simonstraße 19. Hans Neger stand im Tor der SpVgg, als die KleeblattMannschaft 1929 im Nürnberger Stadion Hertha BSC Berlin mit 3:2 besiegte und damit zum dritten und letzten Mal Deutscher Meister wurde. Der „Pippl“ war kein Kind von Traurigkeit. Das Bier schmeckte ihm mitunter nicht nur nach dem Spiel. Seit Jahren war Hans Neger auch Ehrenpräsident der Karnevals-Gesellschaft „Fürther Kleeblatt“. Im Ronhof hatte der „Pippl“ viele Jahre seinen Stammplatz am linken Tribüneneck.[5]
  • Jürgen Schmidt: Debüt für Torwartlegende Hans Neger In: Fürther Nachrichten vom 13. September 2025, S. 43 (Druckausgabe)

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Nico Gelev, Marco Werzinger und Svenja Kammerer: Die besten 50 Fürth-Spieler - Zwei Weltmeister in den Top drei! - in: Bild-Zeitung vom 17. Juni 1922 online
  2. Gert Kuntermann: Fürth 1932. Jahreschronik, Städtebilder Verlag, S. 2
  3. Gert Kuntermann: Fürth 1935. Jahreschronik, Städtebilder Verlag, S. 4
  4. Gert Kuntermann: Fürth 1970. Jahreschronik, Städtebilder Verlag, S. 68
  5. Gert Kuntermann: Fürth 1972. Jahreschronik, Städtebilder Verlag, S. 53

Bilder