1922

Aus FürthWiki

Ereignisse

Nein zur geplanten Großgemeinde Nürnberg-Fürth, 1922
  • 22. Januar : Volksabstimmung bezüglich einer vom Fürther Stadtrat befürworteten Eingemeindung Fürths nach Nürnberg. 41.543 wahlberechtigte Fürther waren zur Abstimmung aufgerufen. 21.684 Wähler stimmten gegen eine Vereinigung, 11.801 dafür. Im Ergebnis entschieden sich die Fürther Bürgerinnen und Bürger mit 64,8 Prozent gegen einen Zusammenschluss zur Großgemeinde Nürnberg-Fürth. Die Wahlbeteiligung lag bei 79,38 Prozent.[1]
  • 31. Oktober : Die Ludwigseisenbahn stellt nach knapp 87 Jahren ihren Betrieb ein.

Personen

  • Max Grundig beginnt eine Lehre als Einzelhandelskaufmann bei dem Nürnberger Installationsbetrieb Jean Hilpert.

Geboren

Person Geburtstag Geburtsort Beruf
Kundigunda Becher 19. Juni Erlangen Kontoristin
Hildegard Bergmann 13. August Fürth
Liselotte Bühler 6. Juni Fürth Industriekauffrau, Politikerin
Walter Dorsch 19. August Fürth Oberverwaltungsrat, Mitglied des Bayerischen Landtages, Gewerkschaftsfunktionär
Irmgard Fuchs 19. Februar Fürth-Ronhof Nachrichtenhelferin
Hubert Rumpel 26. März Fürth Historiker
Hans Gerner 21. September Amtsleiter
Walter Gmöhling 30. November Fabrikant, Geschäftsführer, Unternehmer
Frank A. Harris 7. Dezember Fürth Kaufmann
Ralph F. Hirschmann 6. Mai Fürth Chemiker, Universitätsprofessor
Horst Hoffmann 8. Juni Halle Fußballspieler
Horst Kischke 15. Juni Stettin Angestellter, Polizist, Polizeidirektor
Elisabeth Luber 3. April Erlangen Lehrerin
Maria Mitjuchina 15. März Walowka/UdSSR Arbeiterin
Dora Runkel 18. Mai Fürth Hausfrau, Einzelhändlerin
Horst Schade 10. Juli Döbeln Fußballspieler, Fußball-Nationalspieler, Trainer
Hermann Schildknecht 2. August Fürth Chemiker
Wolfgang Schneider (Stadtbaurat) 17. Januar Nürnberg Architekt, Stadtbaurat, Regierungsbaumeister
Robert Schorr 19. Januar Fürth Angestellter
Theo Steinhauser 9. Mai Ingolstadt Architekt
Heinrich Stranka 10. Mai Bomeisl, Podeisam Rechtsanwalt, Politiker
Anton Weigel 5. April Nürnberg Mechaniker

Gestorben

Person Todestag Todesort Beruf
Jacob Heinrich Asyl 6. April Fürth Rechtsanwalt, Justizrat
Adam Beck 5. Juni Milwaukee/USA Lithograph, Geschäftsführer
Hermann Bendit in Frankreich
Emil Berolzheimer 25. Mai Tarrytown, New York
Carl Evora 27. Dezember München Architekt, Bauunternehmer
Simon Höchster 8. Mai Fürth
Hermann Krakenberger 3. April Fürth Fabrikant
Carl Nadler 27. April Fürth Architekt, Bauführer
Alfred Louis Nathan 9. Oktober Bad Reichenhall Rechtsanwalt, Stifter, Geheimrat
Jakob Immanuel Neubürger 24. Februar Fürth Rabbiner
Elasar Ludwig Warszawski 25. März Fürth Lehrer, Rabbiner an der Mannheimer Schul
Franz Willmy 17. Februar Nürnberg Verleger, Buchdruckereibesitzer

Bauten

  • Der neue Bahnhof trägt nun offiziell den Namen "Hauptbahnhof Fürth".
  • Der Bahnhofsteg wird von einem Kranwagen eingerissen.

Politik und Wirtschaft

  • Am 22. Januar 1922, wird darüber abgestimmt, ob Fürth der Nachbarstadt Nürnberg beitreten soll. Der Verein Treu Fürth demonstriert dagegen. In Fürth stimmen ca. 65 Prozent der Stimmberechtigten gegen die Vereinigung. In den Tagen darauf tritt der Stadtrat, der sich mit Mehrheit für den Zusammenschluss ausgesprochen hatte, zurück.
  • 31. Oktober: Letzter Betriebstag - Die Ludwigseisenbahn stellt ihren Betrieb zum 31. Oktober 1922 ein.
  • Am 7. Dezember 1922 lässt Gustav Schickedanz seine Firma "Gustav Schickedanz, Kurzwaren en gros" ins Handelsregister eintragen.
  • Die Brauerei Humbser wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.

Sport

Veröffentlichungen

VeröffentlichungUntertitelAutorGenreVerlagAusführungISBN-Nr.
Geschichte der Räte-Republik Fürth i. Bay. 1919 (Broschüre)Wolfgang LippertGeschichte
Broschüren
SelbstverlagSoftcover

Literatur

  • Hermann Glockner publiziert sein Werk "Die ethisch-politische Persönlichkeit des Philosophen" in Tübingen.

Einzelnachweise

  1. Gert Kuntermann: Fürth 1962/63. Städtebilder Verlag, 2007, S. 12; Samstag, 20. Januar 1962.

Bilder