Maxstraße 11
- Gebäude
- Maxstraße 11
- Straße / Hausnummer
- Maxstraße 11
- Postleitzahl
- 90762
- Objekt
- Mietshaus
- Baujahr
- 1877
- Denkmalstatus besteht
- ja
- Akten-Nr.
- D-5-63-000-888 (1)
- Quellangaben
- BLfD - Denkmalliste Fürth
- Abgerissen
- nein
- Baustil
- Klassizismus
- Bauherr
- Konrad Weber
- Architekt
- Wilhelm Schmidt
- Geo-Daten
- 49° 28' 21.06" N
10° 59' 10.40" E
- Luise Erdmann (Letzter Wohnort in Fürth)
- Wilhelm Erdmann (Wohnanschrift, 1862 - 1934)
Dreigeschossiger, traufseitiger Satteldachbau mit Sandsteinfassade, Konsoltraufgesims und flachem Mittelrisalit mit breitem Zwerchhaus mit Dreiecksgiebel, spätklassizistisch, von Wilhelm Schmidt, 1877/78.
Bauherr war der Bau- und Zimmermeister Konrad Weber.[1]
Den Grund erwarb der Kaufmann und Gutsbesitzer Simon Meier Loewi (geb. 1807 in Adelsdorf; gest. 1868 in Regensburg) am 6. März 1863 für 11.750 Gulden. 1864 baute er das dreigeschossige spätklassizistische Mietshaus mit sieben Wohnungen bei 22 Zimmern und bewohnbarem Seitengebäude. Bereits 1878 kaufte Isaak Erdmann (1833-1903) das damals als Maxstraße 5 bezeichnete Haus und baute 1882 ein Seitengebäude an. Von ihm erbten das Gebäude seine vier Kinder. Der Sohn Wilhelm Erdmann (1862-1934), damals schon Kommerzienrat, übernahm die Anteile der Geschwister. Von ihm erbte seine Witwe Luise Erdmann (1874 Fürth, 1939 nach England) das Gebäude. Das Gebäude wurde im November 1938 arisiert. Kein geringer als der stellvertretender Gauleiter Karl Holz aus Nürnberg "kaufte" das Gebäude für 3.840 RM. Der "Kauf" wurde bereits 1940 für ungültig erklärt. Neue Käufer waren das Ehepaar Kaspar Berthold für 46.200 RM. Der Kaufpreis wurde auf einem Gestapo-Sonderkonto verwahrt.
Das Haus wurde 1949 an Luise Erdmann (in London) zurückerstattet.[2]